Posts filed under 'Rezepte'

Kräuterroller

In der Nachkriegszeit fuhren die Fellbacher Gärtner dreirädrige Motorfahrzeuge, aber die wurden nicht als Kräuterroller benannt, und auch die Vespa war kein solcher. Mit Rollbraten hat es natürlich noch weniger zu tun, und mit dem Krepp der Küchenrolle kann man den „Kräuterroller“ auch nicht reinigen. Wolfram Siebeck klärt in der „ZEIT“ Nr. 49 vom 1. 12. 2005 auf:
„Gott sei Dank ist das Ding nicht aus Plastik, sonst hätte ich es gleich weggeschmissen. Doch überflüssig ist es auch so, weil ein vernünftiger Mensch seine Kräuter nicht rollt, sondern mit dem Kochmesser zerkleinert. Dafür ein Extragerät zu erfinden ist so sinnvoll wie die Erfindung des Zwiebelhackers, des elektrischen Eierkochers und des hydraulischen Pfannkuchenwenders. Außerdem muß der »Küchenprofi« gereinigt werden und hat unangenehme Kanten.“
(Der Schneidroller aus Edelstahl ist bei „Manufactum“ erhältlich; Preis 26,50 Euro)

Kommentieren December 7th, 2005

Zestenreißer

Possenreißer kenne ich, auch Haarausreißer, auch die Reißleine, aber der „Zestenreißer“ war mir unbekannt, bis ihn mir Wolfram Siebeck aus seinem Küchenschrank holte (DIE ZEIT Nr. 43 vom 20. 10. 2005), um damit feine Streifen (ohne das Weiß darunter) aus der Schale von Zitrusfrüchten zu schälen, „mit einer Handbewegung fünf dünne Streifen Orangenschale geerntet, fünf Zesten.“ Auf Französisch ist “le zeste” ein kleines Stück aus der Haut einer Zitrusfrucht. Auf, auf, Ihr Hobbyköche und Home-Barkeeper!

Kommentieren October 24th, 2005

Provenzalisches Huhn

Man teilt das Huhn in 6 – 8 Teile: das geht leicht, wenn man den Weg zwischen den Gelenken findet, für die Brüste braucht man ein scharfes Messer.

Hühnerfond:
Mit der Karkasse (hier der Geflügelrumpf) und den Flügeln läßt sich leicht ein Geflügelfond kochen, der sollte in einer guten Küche nie ausgehen: die Karkasse mit einer Geflügelschere zerkleinern, dazu 1 grob geschnittene Möhre, 1 Lorbeerblatt, 10 Pfefferkörner, 3 kleine Champignons, etwas Stauden- oder ganz wenig Knollensellerie geben und alles mit 1 l Wasser zum Kochen bringen und 30 Min. danach sanft weiter köcheln lassen. Man seiht den Sud ab und stellt ihn kühl, danach sollte die goldgelbe Fettschicht entfernt werden. Man bringt den Fond erneut zum Kochen und gießt ihn dann randvoll in Schraubgläser ab, die man (mit Hilfe eines Tuchs) sofort verschließt und, auf den Kopf gestellt, abkühlen läßt. So hält der Fond lange und kann für Soßen und Suppen verwendet werden. Wenn man ihn einfrieren will, darf man die Gläser nur zu drei Vierteln füllen!

Hauptgericht:

Continue Reading Kommentieren October 24th, 2005

„Foie gras“ (Gänseleberpastete)

„Foie gras“, die umstrittene gestopfte Gänse- und Entenleber, haben die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung in seltener Einstimmigkeit zum „nationalen und gastronomischen Kulturerbe“ erklärt. Die Erklärung wurde am Montagabend als Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz verabschiedet und vom Verband der Stopfleberproduzenten umgehend mit Jubel quittiert. Das Stopfen von Geflügel, das bei den Tieren die Entstehung der als Delikatesse weiterverarbeiteten Fettleber herbeiführt, wird von Tierschützern kritisiert. Nach Deutschland werden jedes Jahr 121 Tonnen Stopfleber eingeführt. (AFP)

Continue Reading Kommentieren October 20th, 2005

Zucchini mit Minze (6 Pers.)

Zucchini mit Minze (6 Pers.)So kocht und beschreibt Karin mehr für Anfänger als für Könner:

12 normalgroße Zucchini
1 Sträußchen Minze
1 Knoblauchzehe
Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Auflaufform buttern, Zucchini in feine Ringe schneiden.
Schichtweise Zucchini, Minze, Salz, Pfeffer in die Form geben,
mit Minze abschließen und mit Olivenöl beträufeln, den Knoblauch fein verteilen.
Im Ofen bei 200° etwa 20 Min. erhitzen und zum Schluß mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Dieses Gericht kann man auch gut kalt, z. B. als schmackhafte Vorspeise, essen.

Continue Reading 1 Kommentar October 7th, 2005

Gratin mit Tomaten, Auberginen und Ziegenkäse (4 – 6 Pers.)

Tomatensoße („Sugo“)
1 kg frische Tomaten enthäuten und etwas zerkleinern (bzw. 1 Dose geschälte Tomaten),
2 feingeschnittene Schalotten in 2 EL Olivenöl hellgelb anbraten und mit dem Tomatenbrei ablöschen, ein Sträußchen mit 1 Zweiglein Rosmarin, 1 Zweiglein Thymian und einem Lorbeerblatt hineinhängen und zusammen mit einer dicken, halbierten Knoblauchzehe etwa 25 Min. köcheln lassen. Salz und Pfeffer erst zum Schluß dazugeben.

Continue Reading 1 Kommentar October 6th, 2005


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